Das Rebhuhn, Vogel des Jahres 2026- Foto: Hermann Hirsch
Das Rebhuhn (Perdix perdix) ist der Vogel des Jahres 2026 und löst damit den Hausrotschwanz ab.
Mit der Wahl rückt ein traditionsreicher, aber stark gefährdeter Feldvogel in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Das Rebhuhn steht stellvertretend für die dramatische Entwicklung vieler Tier- und Pflanzenarten in unserer Agrarlandschaft.
Das Rebhuhn vertritt exemplarisch die kritische Situation vieler Arten, die in unserer intensiv genutzten Agrarlandschaft kaum noch Lebensräume finden. Der drastischer Bestandsrückgang zeigt, dass wir dringend eine naturverträglichere Landwirtschaft brauchen – mit Hecken, Brachen und Blühstreifen statt ausgeräumten Flächen.
In Niedersachsen wird der Brutbestand des Rebhuhns aktuell auf rund 30.000 Paare geschätzt. Früher war das Rebhuhn ein vertrauter Anblick in Wiesen, Feldern und Feldrainen. Seit den 1960er-Jahren hat der Bestand jedoch um mehr als 90 Prozent abgenommen – ähnlich wie in anderen Teilen Deutschlands und Europas. Hauptursachen sind der Verlust strukturreicher Lebensräume durch den Rückgang von Hecken, Feldrainen und Brachen, die Intensivierung der Landwirtschaft, der zunehmende Einsatz von Pestiziden sowie die Vereinheitlichung der Ackerflächen. Wegen dieses dramatischen Rückgangs war das Rebhuhn bereits 1991 schon einmal Vogel des Jahres – nun, 35 Jahre später, ist seine Situation noch immer alarmierend.
Mit der Wahl zum „Vogel des Jahres“ 2026 wird das Rebhuhn zum Symbol für den Schutz der Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft. Der NABU plant zahlreiche Aktionen, um die Öffentlichkeit für den Schutz des Rebhuhns und seiner Lebensräume zu gewinnen.
Mehr Information unter: www.vogeldesjahres.de